Unsere Methoden

Die Wahl der richtigen Methode ist wichtig, um den Befragten in eine gute Gesprächsatmosphäre zu bringen. Nur ein Befragter, der sich wohl fühlt, beantwortet Fragen in der notwendigen Tiefe. Natürlich muss bei der Methodenwahl auch die Machbarkeit abgewägt werden. Wir beraten Sie bei dieser Abwägung gerne.

Wir moderieren selbst. So vermeiden wir Know-How-Verluste durch Briefings von Fremdmoderatoren. Schließlich wissen wir, worauf es ankommt.

Wir sind für Sie beim Kunden …

  • Vor Ort: im natürlichen Umfeld des Kunden, beobachtend, begleitend, zuhörend
  • Im Studio: Als Gruppendiskussion, Kreativgruppe, Freundesgruppe, Dyade oder Einzelgespräch
  • Am Telefon: mit und ohne Videosupport, mit und ohne Webpräsentation
  • Im Web: als Online Bulletin Board räumlich verteilte Zielgruppen zusammenbringen

 

Und wir lassen den Kunden für Sie arbeiten

  • Wir lassen ihn ”Tagebuch” führen oder stellen ihm Aufgaben zum Thema.

 

Gruppendiskussion

Die Teilnehmer sitzen mit dem Moderator an einem Tisch. Das Thema kann über gruppendynamische Prozesse gut von verschiedenen Seiten betrachtet werden. Kurze Hand-Out-Fragebögen, die in der Gruppe ausgefüllt und abgefragt werden, können Strukturen für die weitere Diskussion sichtbar machen. Je nach Forschungsinteresse führen wir auch Freundesgruppen (vor allem Jugendliche und Kinder fühlen sich in dieser Situation sicherer) oder Dyaden/Paargespräche durch (z.B. um zwei Aspekte einer Entscheidung kontrovers diskutieren zu können)

Kreativgruppen

Für Kreativsitzungen nutzen wir Workshops. Wichtig für den Erfolg sind hier v. a. eine möglichst heterogene Zusammensetzung der Runde sowie Einleitungsrunden, die Teilnehmer spielend auf das Thema hinleiten und dann den Prozess der Ideenfindung anstoßen.

Einzelgespräch

  • Vor-Ort: Wo möglich das Optimum. Man lernt den Befragten in seinem Umfeld kennen. Da er sich in seiner gewohnten Umgebung befindet, kann er Fragen aus dem Gefühl der Sicherheit beantworten, was typischerweise zu ehrlicheren und tieferen Antworten führt.
  • Im Studio: Effiziente Methode der Gesprächsführung, da die Reisezeiten zu den Befragten wegfallen. Durch das persönliche Gespräch werden alle Kommunikations-Sinne genutzt: Stimme, Mimik, Gestik. Die neutrale Umgebung kann auch je nach Thema den Vorteil haben, dass der Befragte stärker aus sich herausgeht. Eine neutrale Umgebung, ein neutraler Moderator und gute Fragen lassen den Befragten sich, seine Situation und seine Entscheidungen besser reflektieren.
  • Per Telefon: Nicht immer ist das Gespräch vor Ort oder im Studio möglich. Das Gespräch per Telefon ist eine gute Alternative, die aber weniger tiefgehende Gespräche erlaubt.
  • Teleweb: Wenn das Telefoninterview das Mittel der Wahl ist, aber auch Stimulus gezeigt werden soll, arbeiten wir mit Teleweb-Interviews. Über eine gesicherte Plattform im Internet kann der Befragte das Stimulus-Material sehen.
  • Videotelefon: Liefert zur Sprache auch die Möglichkeit, das Telefongespräch um Mimik und Gestik anzureichern. Allerdings ist nach wie vor ein höherer technischer Aufwand nötig. Darüber hinaus fühlen sich manche Befragte in der Videotelefonsituation nicht richtig wohl.

Im natürlichen Umfeld

  • Beobachtung: Manchmal reicht es einfach nur hinzuschauen. Kaufentscheidungen trifft der Verbraucher ”mit den Füßen”, d.h. in welches Geschäft, an welches Regal, zu welchem Produkt geht er. Und vor allem – welchen Weg schlägt er ein, um dahin zu gelangen.
  • Ethnographie: Oft wird die Beobachtung mit einem Gespräch nach dem ”Warum” vervollständigt. So bringen wir nonverbale und verbale Kommunikation zusammen.
  • Begleitete Einkäufe: Wir gehen mit den Verbrauchern einkaufen. Am Regal beobachten wir, im Cafe nebenan fragen wir nach dem Warum und den Motiven.

„Tagebuch führen“

  • Nicht immer können wir den Teilnehmer begleiten. Aber Teilnehmer können uns Ihr Verhalten aufschreiben – als Tagebuch. Durch diese schriftliche Vorarbeit macht sich der Teilnehmer das Thema auch bewusster und kann reflektiertere Antworten geben.
  • Es muss nicht immer ein Tagebuch sein. Auch andere Aufgaben sind gute Quellen für Erkenntnisse: Einen Brief schreiben. Lieblingsorte zeigen und beschreiben, soziale Vernetzung aufzeigen. Wichtig ist, dass die Aufgabe Spaß macht. Der Teilnehmer soll mit Freude antworten, nur dann geht er aus sich heraus und verläßt das sture „Frage und Antwort“-Ritual.
  • Diese Aufgaben können schriftlich erledigt werden oder auch als ”Video-Tagebuch”. Das Videotagebuch macht es dem Befragten ”leicht”, weil er nur reden und nicht schreiben muss. Allerdings muss er sich auf die Technik einlassen. Diese Methode passt nicht auf jede Zielgruppe. Das Videotagebuch zeigt uns nicht nur den Menschen, sondern wir bitten ihn auch, sein Umfeld zu filmen. Je nach Akzeptanz in der Zielgruppe ist die Fotoreportage eine technisch weniger komplexe Alternative, die aber ebenfalls gute Ergebnisse liefert.
  • Smartphone-Gruppen: In Zielgruppen mit Smartphone können diese Dokumentationen des Lebens spontan und am Ort des Geschehens durchgeführt werden. Die Teilnehmer werden zu einer WhatsApp-Gruppe eingeladen und können ihr Leben lebendig dokumentieren. Bei moderatorengestützten Gruppen können sogar Rückfragen gestellt werden.

Moderierte Online-Boards

  • Teilnehmer werden gebeten, Fragen in einem Online-Board zu beantworten. Jeden Tag werden neue Fragen eingestellt, um den Umfang handhabbar zu machen und die Neugier auf die nächsten Fragen zu wecken.
  • Wir können die Teilnehmer bitten, Fotos, Bilder oder kleine Videos von sich, dem Produkt, dem Umfeld hochzuladen.
  • Um eine gute ”Gesprächsatmosphäre” zu schaffen, können sich sowohl der Moderator, als auch die Teilnehmer per Video vorstellen. Unterstützt wird die gute Atmosphäre dadurch, dass Moderator und Teilnehmer Fotos in ihrem Profil hinterlegen.